Vorschau Sonntag, 16.12.2018

Für jeden etwas

Am vorletzten Renntag (erstes Rennen um 14:06 Uhr)  der Bahrenfelder Saison 2018 finden am Sonntag ab Uhr acht Prüfungen statt, in denen Pferde aller Gewinnklassen mit bisherigen „Einnahmen“ zwischen 0 und 340.490 Euro zum Einsatz kommen. Die V6-Wette lockt mit einer Garantieauszahlung von 5.000 Euro, im Jackpot der Dreierwette des 4. Rennen befinden sich 1.626,34 Euro und die Viererwette kann im 7. Rennen gespielt werden.

Tom Kooyman mit vielen Chancen

 

Gibt es zum Auftakt der Veranstaltung mit dem zuletzt in überragender Manier erfolgreich gewesenen Fuggedaboutit (Tom Kooyman) einen klaren Favoriten, wird es ab dem 2. Rennen, in dem die mit einer Garantieauszahlung von 5.000 Euro versehene V6-Wette beginnt, deutlich schwieriger. Zunächst versucht in einer Bänderstartprüfung der nach zwei Siegen auch bei den nachfolgenden Platzierungen gefallende Capten Jack H (Michael Larsen), wieder einmal einen Volltreffer zu landen. 20 Meter vor ihm stehen mit Amber Attack (Heinz Wewering), Königin Luise (Johnny Jörgensen) und Phil Taylor (Manfred Walter) drei Pferde mit ähnlicher Gewinnsumme aber ausschreibungsbedingt verlockend günstig und können den Plan des „Captens“ durchaus durchkreuzen. Während viele Wetter anschließend mit einem Zweierweg, bestehend aus der zweifachen Mariendorfer Siegerin Escada (Heiner Christiansen) und Star’s Speed (Tom Kooyman), der in Mons zur sagenhaften Quote von 773:10 ein PMU-Rennen gewann, auskommen werden, lockt zur Halbzeit der V6 sogar eine Bank: Zu souverän agierte L.A.Confidential (Kornelius Kluth) beim Comeback, als dass ihm in diesem Rennen nicht die klare Favoritenstellung zugeordnet werden müsste. Diese Konstellation könnte sich auch in der Dreierwette vorteilhaft auswirken, die einen Jackpot von 1.626,34 Euro offeriert, denn hinter dem Dreijährigen scheint durch Formpferde wie Online PS (Daniel Wagner), Earl of Magic (Wladimir Gening) oder die eine längere Pause beendende Ghickadee HPK (Tom Kooyman) einiges möglich. Zumindest für den dritten Platz bieten sich auch noch andere Teilnehmer an.

 

Larsson will das halbe Dutzend

 

Mit dem 5. Rennen beginnt die zweite Hälfte der V6-Wette, und mit dem fünffachen Saisonsieger Larsson (Heiner Christiansen) gibt es nach Papierform einen deutlichen Favoriten. Im Erfolgsfall würde der Hengst, der überhaupt erst einmal nicht in der Platzierung landete, seine Trefferquote auf 50 % steigern. Bekanntlich ist aber auf der Sprintstrecke der Startplatz ganz außen besonders ungünstig, und da A Leth Life (Heinz Wewering), Miles United (Aylin Müller) und Höwings Win Win ebenfalls kürzlich im Winnercircle vorstellig geworden sind, dürfen die Anhänger des Favoriten sich nicht zu sehr in Sicherheit wiegen.

 

Völlig offen scheint das an 6. Stelle gelaufene Rennen der Anfängerklasse zu sein, sind hier doch mehrere Pferde am Ablauf, die als talentiert gelten, die Einschätzung aber noch nicht recht umsetzen konnten. Auch wenn die bislang am Toto stark unterstützten Million PS (Daniel Wagner) oder Iniesta Bros (Kornelius Kluth) dort wieder gefragt sein werden, könnte sich manch ein V6-Wetter die Frage stellen, ob eine Markierung in der Spalte „alle“ nicht sinnvoll wäre. 

Larsson mit Heiner Christiansen - Foto Uwe Stelling

 

Vier aus elf

 

Besondere Spannung liegt über dem 7. und vorletzten Rennen des Nachmittags. Im ausgeglichen wirkenden Elferfeld fällt nicht nur die V6-Entscheidung, auch die Viererwette verspricht eine lohnende Quote. Die aktuell beste Gesamtform bringt Lingala (Daniel Wagner) aus der Hauptstadt mit, muss aber aus zweiter Reihe starten. Das erhöht die Aussichten von Milkos (Günther Lühring), Its Race Time (Manfred Walter) oder Orange Whip (Heinz Wewering), die allesamt vor nicht allzu langer Zeit siegreich waren, die Leistung aber danach nicht unbedingt bestätigt haben. Edrigo d’Eam (Michael Larsen) verweist dagegen auf eine ansteigende Formkurve, die ihm vor zwei Wochen den ersten Volltreffer der Laufbahn bescherte.

 

Das Finale ist den besonders gewinnreichen Pferden vorbehalten. Rund 700.000 Euro haben die sieben Teilnehmer bislang zusammen verdient, die Hälfte davon der Franzose Ricmic de Val (Günther Lühring). Der 13-Jährige, der seinen Hafer vorrangig auf den ländlichen Bahnen einfuhr, offenbarte zuletzt allerdings Geläufprobleme, so dass ihm trotz langer Pause der ehemalige Gewinner des Pit Pan-Rennens Stan Libuda (Heinz Wewering) am Toto vorgezogen werden wird. Zu achten gilt es auf die antrittsschnellen Vulkan (Daniel Wagner) und Run for the Roses (Kornelius Kluth), die bei kaum einen Auftritt außerhalb der Prämienränge landen.

Stan Libuda mit Dennis Spangenberg - Foto Uwe Stelling

Die letzte Bahrenfelder Veranstaltung des Jahres findet in genau zwei Wochen am Sonntag, den 30. Dezember 2018 statt.