Vorschau, Sonntag 19.08.2018

Hamburg feiert (s)einen Liebling

Ein volles Programm erwartet die Traberfans am Sonntag ab 13.30 Uhr in Bahrenfeld, wenn das traditionelle Pit Pan-Rennen und weitere neun gut besetzte Prüfungen zur Austragung gelangen. Pit Pan, der 1972 geborene Lord Pit-Sohn, war einer der absoluten norddeutschen Publikumslieblinge und quasi Begründer der großen Karriere von Trainer Henning Rathjen, dessen „Wassertherapie“ auf dem heimischen Hof die sensationelle Laufbahn von Pit Pan erst möglich machte. Der Wallach gewann 60 seiner 117 bestrittenen Rennen und war weitere 49 Mal platziert, so dass er bei seiner Lebensgewinnsumme von umgerechnet 219.089 Euro lediglich acht Mal (!) kein Geld mitbrachte.
Neben gutem Sport mit vielen Gästen aus Berlin, dem Traberwesten und den Niederlanden bietet die Veranstaltung wieder eine V6-Wette mit 10.000 Euro Garantieauszahlung sowie eine Viererwette, die eine Garantie von 5.000 Euro inkl. Eines Jackpots von knapp 1.500 Euro aufweist.

Seriensiegerin ist Favorit

Favoritin im mit 20.000 Euro dotierten und an 8. Stelle gelaufenen Pit Pan-Rennen ist die vom niederländischen Champion Rick Ebbinge aufgebotene Vive le Vent, die mit einer ungewöhnlichen Siegesserie anreist: Fünf Treffer auf fünf verschiedenen Bahnen von Alkmaar über Duindigt, Groningen und Wolvega bis Mons gelangen ihr, die Grenzen der Stute scheinen derzeit nicht erkennbar. Vor einem Spaziergang steht sie dennoch nicht, dazu ist die Qualität der sieben von Cromwell (Michael Larsen), Hercules Petnic (Michael Nimczyk) oder Noubliez jamais (Age Posthumus) angeführten Konkurrenz zu hoch.

Noubliez Jamais mit Age Posthumus - www.foto-stelling.de

Knifflige V6

Die V6-Wette mit 10.000 Euro Garantieauszahlung wird nicht leicht zu treffen sein, da alle sechs Rennen mehr oder weniger ausgeglichen erscheinen. Eine hohe Auszahlung sollte vorprogrammiert sein. Das Pit Pan-Rennen bildet den Schlusspunkt der V6, los geht es in der 3. Tagesprüfung. Dort sind die Amateure hinter Pferden der gehobenen Klasse aktiv. Vielleicht ist Prince of Persia (Andre Pögel) der klarste V6-Favorit, aber gegen den frischen Sieger Guillaume Boko (Marie-Charlotte Wewering), das vorjährige deutsche Pferd des Jahres Soccer (Afsoon Amirfallah) oder den geförderten Grande Cunera (Hilda F. Hofstra) steht auch er noch nicht im Ziel. Noch heißer wird es anschließend für die ganz „reichen“ auf der Sprintstrecke zugehen, wo vorrangig Triomphe Ferm (Robbin Bot), Crizzly Bear (Jaap van Rijn) und der starke Franzose Tsar d’Andain (Rick Ebbinge) im Focus stehen.

Prince of Persia mit Michael Nimczyk

Triomphe Ferm mit Robbin Bot - Foto Uwe Stelling

Dreierwege?

Im 5. und 6. Rennen scheinen die Wetter gut aufgestellt zu sein, die es sich leisten können, jeweils drei Pferde zu markieren. Auch mit dem äußeren Startplatz ist zunächst Sansibar Diamant (Michael Nimczyk) favorisiert, Gefahr könnte von der immer gut laufenden Tiffany Diamant (Victor Gentz) ebenso drohen wie von Star’s Speed (Jaap van Rijn). Super Queen C (Stefan Schonhooven) wäre normalerweise auch eine heiße Anwärterin, doch wie kommt die Blitzstarterin aus zweiter Startreihe klar?
Im anschließenden 6. Rennen, das durch Jackpot und Garantieauszahlung in der Viererwette zusätzlich aufgewertet wird, sind drei Markierungen fast so etwas wie eine Bank: Wer aus dem Trio Mephisto PS (Victor Gentz), Little Danny (Michael Larsen) oder Unstoppable (Robbin Bot) gewinnt, mag nicht leicht zu entscheiden sein, aber dass es einen anderen Sieger gibt, kann man sich nur schwerlich vorstellen. Oder ist es Ultra As (Jaap van Rijn), der allen in die Suppe spuckt?

 Mephisto PS mit Victor Gentz

10.000 Euro warten

Bevor das Pit Pan-Rennen nicht nur 10.000 Euro für den Sieger, sondern vielleicht auch für den einzig erfolgreichen V6-Tipper bereithält, sind im 7. Rennen nochmals die Amateure aktiv. Der formstarke Berliner Richard Parker (Marlene Matzky) will die Siegbörse in die Hauptstadt entführen, Janika Bo (Tom Karten) nach Mönchengladbach, der nach seinem Sieg zweimal und zuletzt recht unglücklich gescheiterte Zweitausend PS (Hans-Jürgen von Holdt) will das verhindern. Ex-Seriensieger Hurricane Boshoeve (Nick Schwarma) wäre in der Form des ersten Halbjahres eine Bank, aber die scheint nicht mehr vorhanden zu sein.