Vorschau, Sonntag 06.05.2018

Geballte Klasse und 10.000 Euro in der V6

Ein neun Rennen umfassendes Programm mit außergewöhnlich guter Besetzung lockt die Traberfans am Sonntag ab 13.30 Uhr nach Bahrenfeld. Geschuldet ist die hohe Qualität auch der Jahreszeit. Es kommen nicht nur immer mehr Klassepferde aus dem Winterquartier, auch die Anzahl der hoffnungsvollen Dreijährigen, die sich allmählich auf die Derby-Route begeben, steigt in diesen Tagen und Wochen rapide an.

In einer dem Jahrgang 2015 vorbehaltenen Prüfung starten z.B. acht Pferde, von denen sieben zwar noch keinen Euro Gewinnsumme aufweisen, die man aber überwiegend Ende Juli, Anfang August in Mariendorf erleben wird. Dieses und ein weiteres Rennen für die Anfängerklasse werden mutmaßlich auch die Schlüssel zum Treffen der beliebten V6-Wette sein, die erneut mit einer Auszahlungsgarantie von 10.000 Euro versehen ist.

V6 – einfach und schwierig 

Einige der V6-Rennen (3. Bis 8. Rennen) sind auf dem Papier leicht zu lösen – immer unter dem bekannten Vorbehalt, dass im Rennsport alles passieren kann. Zum Auftakt steht das erneute Duell zwischen TraberParti-Pferd Hannah Hazelaar (Michael Nimczyk) und dem nicht minder starken Chuckaluck (Lea Ahokas) im Blickpunkt, das der Hengst zuletzt aus dem Windschatten der Stute so knapp für sich entscheiden konnte, dass eine Formumkehr ohne weiteres denkbar ist. Danach ist sogar ein mögliches Bankpferd am Start, denn Misty Morning (Christian Lindhardt) trifft es diesmal weitaus einfacher als beim Jahresdebüt, das sie in einem Schwarzer Steward-Vorlauf in prominenter Gesellschaft absolvieren musste. Kommen die V6-Wetter zu Beginn also möglicherweise mit zwei Markierungen bzw. einer Bank aus, wird es anschließend schon schwieriger. Die zehn Teilnehmer des 5. Rennens, in dem auch die Viererwette angeboten wird, sind allesamt noch sieglos. Zwar haben sich insbesondere Impressive Bros (Stefan Schoonhoven), Incredible (Tim Schwarma) oder Locke (Christian Lindhardt) schon angekündigt, aber einen klaren Favoriten wird es nicht geben. 

Chuckaluck Lea Ahokas - Foto by Uwe Stelling - www.foto-stelling.de

Amateure hinter Großverdienern 

Drei Pferde sind auch im Amateurfahren, im dem die gewinnreichsten Pferde des Nachmittags antreten, Pflicht: Paymybills Diamant (Andreas Schwarz), einstiger Schwarzer Steward-Sieger und zuletzt wieder besser in Schwung gekommen, kann ebenso ganz vorne landen wie der schon in ganz anderer Klasse angetretene Triomphe Ferm (Marie Charlotte Wewering) oder der genau wie die anderen beiden mit einem 1.11er-Rekord ausgestattete Jahresdebütant Ginger Heldia (Thomas Maassen). „Bauchgefühl“ ist dagegen im vorletzten V6-Rennen angesagt, denn bei den Dreijährigen erscheint angesichts von sechs Debütanten, die überwiegend aus großen Quartieren stammen und sich teilweise in sehr flotten Zeiten qualifiziert haben, nahezu alles möglich zu sein.

Triomphe ferm- Foto by Uwe Stelling - www.foto-stelling.de

Schlägt Form Klasse? 

Selbst wer bis dahin alle V6-Hürden gemeistert hat, wird zum Schluss noch einmal in Schwitzen geraten – es sei denn, das Budget gestattete es, zum V6-Abschluss (8. Rennen) zumindest die vier ernsthaftesten Sieganwärter auf seinen Schein zu bringen. Alle Augen werden sich auf Jolie Coeur (Michael Nimczyk) richten, die ihre erste Saison als Ungeschlagene im November mit dem spektakulären Sieg im Halali krönte, beim Comeback aber in anderer Gewinnklasse, nach sechs Monaten Pause und mit einem äußeren Startplatz unterwegs ist. Die Konkurrenz, angeführt von den sieggewohnten Stallgefährten April Classic (Heinz Wewering) und Mephisto PS (Victor Gentz) sowie der nach dem guten Saisondebüt geförderten Nonas Kiss (Christian Lindhardt), wird nicht kampflos das Feld räumen.

Mephisto Ps mit Afsoon Amirfallah- Foto: © by Uwe Stelling

Auch außerhalb der V6 wird exzellenter Sport geboten. Zu Beginn des Renntags mit dem Duell zwischen dem beim Erstauftreten erfolgreichen L.A.Confidential (Kornelius Kluth) und dem laufgewaltigen Jahresdebütanten Noubliez jamais (Age Posthumus), danach im Amateurfahren mit dem möglichen ersten Saisonerfolg der letztjährigen Seriensiegerin Nelly Pepper (Franz Schmidts) und zum Finale mit dem Aufeinandertreffen der frischen überlegenen Sieger Local Hero (Robbin Bot) und Larsson (Heiner Christiansen).

Larsson mit Heiner Christiansen - Foto by Uwe Stelling www.foto-stelling.de