Vorschau, 01.02.18

Saisonauftakt mit PMU und Champions

Selten ist eine Rennveranstaltung so herbeigesehnt worden wie die in Bahrenfeld am Donnerstag. Nach mehr als einmonatiger Pause, die aus nachvollziehbaren Gründen eingelegt worden war, kommt es um 17.30 Uhr endlich zum „Start frei“ ins neue Rennjahr. Acht Rennen stehen auf der Karte, die allesamt nach Frankreich übertragen werden und inklusive Züchterprämien mit insgesamt fast 45.000 Euro dotiert sind. In den bei PMU-Rennen üblichen 30minütigen Pausen werden die Hamburger Bahnchampions geehrt und stehen traditionell auch für das eine oder andere Gespräch zur Verfügung. Die Wetter fiebern vor allem der V6-Wette entgegen, die mit der attraktiven Auszahlungsgarantie von 7.500 Euro versehen ist.

 

Sichere oder gefährliche Zweierwege?

Nach dem Auftaktrennen der Hamburger Saison 2018, das mit hoher Wahrscheinlichkeit von Kurt Roeges (Empereur Best) oder Roland Hülskath (Grande Geste) gewonnen wird, beginnt die V6-Wette schon mit dem zweiten Rennen. In der mit elf Kandidaten an diesem Abend zahlenmäßig am stärksten besetzten Prüfung der 4.500 Euro-Klasse kommt mindestens das halbe Feld als möglicher Sieger in Betracht, zumal die beiden Favoritinnen Green Mamba (Victor Gentz) und Katy Perry (Kornelius Kluth) ganz außen bzw. in der zweiten Reihe nicht die besten Ausgangspositionen haben. Nach Klasse könnte man sich auch im folgenden 3. Rennen auf zwei Pferde beschränken, doch sind sowohl der eine Pause beendende ehemalige Derby-Mitfavorit Maxi Cup (Christian Lindhardt) wie sein Herausforderer Mephisto PS (Victor Gentz) nicht gerade Muster an Zuverlässigkeit und immer für falsche Schritte gut, so dass andere mit einiger Berechtigung auf ihre Ausfälle hoffen können. Auch im ersten Amateurfahren, in dem Dreier- und Viererwette angeboten werden, stehen mit Wildcat Hanseatic (Hans-Jürgen von Holdt) und Grande Cunera (Hilda Hofstra) zwei Pferde etwas heraus und könnten, da sie außerordentlich beständig agieren, tatsächlich der „klassische“ Zweierweg für die V6-Wetter sein.

 

Aus drei Bändern zum Sieg

Knifflig ist der Start zur zweiten Hälfte der V6-Wette, da die acht Teilnehmer höchst unterschiedliche Gewinnsummen aufweisen und aus drei Bändern auf die Reise geschickt werden. Mit 40 Metern Zulage steht der frische Sieger Helios (Mario Krismann) vor keiner leichten Aufgabe, zumal „vorne weg“ der flinke Run for the roses (Luisa Ehrig) günstig untergekommen ist und sich im mittleren Band mit u.a. SJs Sunday (Kornelius Kluth) und Gamine Newport (Michael Nimczyk) ebenfalls solide Könner befinden. Wer auch diese V6-Hürde erfolgreich genommen hat, darf sich allmählich mit dem Gedanken an „sechs Richtige“ anfreunden, da die vorletzte V6-Prüfung, das zweite Amateurfahren, mit Cascada (Sönke Gedaschko) sogar ein mögliches Bankpferd bereithält. Im finalen V6-Rennen spricht einiges für die in Mariendorf mit überragender Speedleistung zum Zuge gekommene Colombe d’Or (Michael Nimczyk) oder Montgomery Mo (Michael Larsen), der zwar im Vorjahr nur einmal in Hamburg am Start war, damals im Mai aber gewann. Die aktuell im Januar schon siegreichen Kalisco (Jochen Holzschuh) oder Opalis (Franz Klein) stellen zumindest für Wetter, die keine böse Überraschung erleben wollen, echte Alternativen da.

 

Hamburger Nobodys

Mit ungewöhnlicher Papierform treten die sechs Franzosen an, die das letzte Rennen des Abends bestreiten. Nur ein einziger von Ihnen war bei den letzten fünft Auftritten in Hamburg am Start: Vrytzen (Jochen Holzschuh) siegte bei dieser Gelegenheit sogar, hat aber inzwischen zehn Monate ausgesetzt, so dass insbesondere der mit exzellenten Platzierungen im Gepäck anreisende Cronos du Lude (Jan van Dooyeweerd) ihm ohne weiteres den Weg in den Winner-Circle verbauen kann.