Nachschau, 03.12.17

Chichen Itza - ruinös für die Gegner

Robbin Bot gewinnt mit Chichen Itza den Bahrenfeld-Cup – Michael Larsen punktet doppelt – Tour de France hält Garry – Summertime Moor überrascht

Es war nicht allzu gemütlich an diesem 1. Advent in Hamburg. Erneut war es an einem Renntag nasskalt, wer jedoch 10.000 EUR Siegprämie abstaubt, dem wird auch ohne einen Glühwein warm ums Herz in der Vorweihnachtszeit. Robbin Bot erfreute sich nach dem Treffer mit Chichen Itza an der letzten außerordentlich hohen Siegprämie Hamburgs in diesem Jahr. Chichen Itza, benannt nach einer der bedeutendsten Ruinenstätten der Maya-Kultur in Yucatan, war im Bahrenfeld-Cup der Ruin der Konkurrenz, die mit viel Pech scheiterte, was Bot natürlich geflissentlich ignorieren konnte in der Siegesfreude.

Chichen Itza mit dem richtigen Pfad

Der Bahrenfeld-Cup war für Thatcher schon vor der Startmarke zu Ende, während Aclassicgrandcru gen Kommando strebte und das umgehend an Gentleman Newport weiterreichte. Als Grande Cunera außen hängen zu bleiben drohte, fuhr Robin Bakker durch und nahm sich seinerseits die Führung, die er bis in den letzten Bogen verteidigen konnte. Dort schien der Heinz Wewering anvertraute Amigo Cortina für den Sieg in Frage zu kommen, doch an der letzten Ecke hob er ab. So war urplötzlich Chichen Itza zur Stelle, für die sich Robbin Bot entschieden hatte. Mitte der letzten Überseite hatte die Fuchsstute noch hinter dem ebenfalls aus zweiter Reihe gestarteten Totofavoriten Kees Bokma gelegen, doch während dieser sich für das Fahrwasser von Muscle Design entschied, wandelte Chichen Itza auf den Spuren des Stallgefährten und war dann in Sicherheit, ehe der weite Wege gehende Kees Bokma – erst recht nach dem Stopp durch den geschlagenen Muscle Design - sie packen konnte.

Die zu feinen Odds von 139:10 gewinnende Stute trabte 1.15,0 auf regennasser Piste und war maßgeblich für eine akzeptable V6-Quote verantwortlich: 57.992:10. Für den kompletten Einlauf mit Kees Bokma, Grande Cunera und Gentle Yankee auf den Plätzen zahlte die Viererwette stattliche 50.982:10.

Garry bezwungen

Christina Lindhardt hatte es schon beim letzten Mal versucht. Was seinerzeit schief ging, funktionierte diesmal. Tour de France konnte nach beherztem Ritt den durch Doppelzulage gehandicapten Garry halten. Nicht weit zurück in einem packenden Finish schlug El Raul als Dritter an. In 16,4 rettete sich Tour de France als Sieger ins Ziel.

Eine noch größere Überraschung war freilich der Treffer von Summertime Moor im abschließenden Rennen. Dirk Giebel servierte der etwas nervösen Pferdedame erstmals das genau auf sie zugeschnittene Rennen und gewann als 185:10-Chance gegen Heartbreaker, der zum vierten Mal in Folge Zweiter wurde, und Bridget Jones, während die etwas unglückliche Katy Perry ohne freie Fahrt händevoll durchs Ziel ging.  

Einziger Doppelsieger

Michael Larsen servierte in der V6-Wette zwei Bänke. Sandsturm war frühzeitig vorn, so dass die Messe zeitig gelesen war, zumal der vermeintliche Hauptgegner des Totofavoriten, Lorenco, schon in der Startphase sich wieder außer Rand und Band präsentierte.

Auch mit Montecore Mo klärte Larsen zum Kurs von 14:10 früh die Fronten und hatte bereits nach einer guten Runde das Kommando in einer Steherprüfung trotz Doppelzulage übernommen. Gentleman As und John Bull blieb da nur der Kampf um das beste Platzgeld.

Erneut siegreich

Hans-Jürgen von Holdt übernahm diesmal mit Wildcat Hanseatic sofort das Kommando, gab den Ton an und gewann zum zweiten Mal binnen einer Woche in Hamburg.

Noch nie siegreich gewesen war Hadya Cunera logischerweise in der Anfängerklasse als Debutantin. Die Stute gewann letztlich überlegen mit Robin Bakker gegen eine gefallende Magic Woman deutlich vor dem Rest und dürfte vor einer guten Laufbahn stehen. Das hatte man auch von der gutgezogenen Easy Living gedacht, allein die noch sieglose dreijährige Jaußstute ist alles andere als groß geraten. Diesmal aber kämpfte sie sich nach gutem Vortrag zum ersten Lebenserfolg mit Kornelius Kluth