Nachschau, 31.10.17

Nummer 15 für Soccer

Doppelschlag von Victor Gentz - El Raul unter dem Sattel – Nordic Jaycee, Paco Jet und Chao Phraya legen Maidenschaft ab

Im Lutherjahr war der Reformationstag erstmals und ausnahmsweise zum bundesweiten Feiertag erklärt worden. Im Rahmen der Terminvergabe hatte Hamburg diesen Tag als Alleinveranstalter erhalten. Kurzfristig wurde ein Renntag in Gelsenkirchen anberaumt, was der Besetzung der Hamburger Veranstaltung nicht eben zuträglich war. Acht Rennen wurden so bei leicht trübem Herbstwetter zum Ausklang des Oktobers gestartet. Vor allem den Siegern im Halloween-Gold-Cup – Fred König bei den Trainern und Peter Heitmann bei den Fahrern – dürfte es aber eher wie Sonnenschein vorgekommen sein.

Doppelsieger Gentz

Nach dem vierten Platz im Permit-Rennen am Grand Prix-Tag war Mephisto PS am Toto stark angefasst worden. Der als 27:10-Favorit angetretene Hengst gewann mit Victor Gentz den Kampf um das Kommando und damit das Rennen. Weder der nach einer knappen Runde nach außen gewechselte Margaux noch Lillebror konnten die Tempoverschärfung des Piloten auf der letzten Halben mitgehen.

Seinen zweiten Treffer markierte Victor Gentz dann mit Soccer. Mit dem Wallach kachelte er „volle Kanne“ von Start und übernahm im ersten Bogen das Kommando. Litana überging sich beim Versuch, Soccer aufzuhalten, und sprang weg. Für Soccer, designiertes Pferd des Jahres, war es der 15. Jahreserfolg.

Fällig

Nach zahlreichen guten Vorstellungen war Little Danny überfällig. Michael Larsen ließ sich lange von Super Queen C ziehen, schaltete auf der letzten Überseite den Turbo zu und rauschte bis zu Mister Big Yankee nach vorn. Dort angekommen, hielt sich Little Danny nicht lange auf, sondern pustete den Favoriten schlicht und einfach weg im „Tschüss Holly go lightly-Rennen“.

Danach war dann Abschied angesagt. Die nun 10-jährige Holly go lightly  wurde offiziell verabschiedet – mit Stil und der einen oder anderen Träne.

 

El Raul kam im Reiten einmal mehr glänzend ab und diktierte nach zwei Fehlstarts das Tempo. Der gewinnärmste Teilnehmer wehrte sich wie kürzlich erfolgreich unter Linda Matzky gegen starke Konkurrenten. Superstar Garry war gleichfalls prima abgekommen, doch nach der Pause fehlte noch das letzte Bisschen. No Name de Hess und Silence komplettierten eine durchaus treffbare Viererwette, die immerhin 2.706:10 zahlte.

Chao Phraya hatte sich deutlich genug angekündigt. Diesmal schien vor dem Zug alles passend zu sein, denn von einem günstigen Startplatz sah es über den kurzen Weg gut aus. Heiner Christiansen nahm die Sache wie erwartet offensiv an und war vorne nicht zu boxen von Local Hero.

Viel Geld

Unverständlich hoch fiel die Siegquote für Nordic Jaycee zum Auftakt mit 200:10 aus. In einer überschaubaren Prüfung sicherte sich Mario Krismann mit seinem Schützling umgehend das Kommando und kontrollierte fortan das Geschehen. In der Distanz schien die angreifende Bibi von Haithabu bereits vorbei gewesen zu sein, doch Nordic Jaycee konterte erfolgreich und legte die Maidenschaft ab.

Richtig Geld gab es auch beim Sieg von Paco Jet. Peter Heitmann verschaffte dem  163:10-Außenseiter einen passenden Verlauf und finishte Paco Jet zum ersten Lebenserfolg. Massimo K und der außen herum gehende Malory konnten ihm nicht widerstehen, was zu einer Dreierwettquote von 8.631:10 führte.

Den Schlusspunkt unter eine recht gut bewettete Veranstaltung setzte Franz Klein mit Opalis, die über die Open Stretch zum Sieg über Wildcat Hanseatic und Kashmir stürmte.