Nachschau - Sonntag, 3. September 2017

3:3-Unentschieden zwischen Nimczyk und Lindhardt

Michael Nimczyk gewinnt drei Rennen – Die Lindhardts ebenfalls dreimal erfolgreich – Soccer nicht zu boxen

Wenn zwei Tage nach und einen Tag vor einem WM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft ein Pferd namens Soccer in Hamburg den ersten Renntag im September siegreich beschließt, dann muss dieser Renntag „fußballerisch“ eingeordnet werden. Die Hauptakteure trennten sich dabei unentschieden, denn beim Abpfiff stand es zumindest zwischen Nimczyk und Lindhardt 3:3. Wer wollte da widersprechen, obwohl der Goldhelm dreimal zur Siegerehrung vorfuhr, Christian Lindhardt aber nur zweimal? Nun: Der Lasbeker Trainer bekam Unterstützung durch seine Frau Christina, die das Reiten gewann, und wem das zum leistungsgerechten Unentschieden immer noch nicht reicht, der bekommt den Trainer-Sieg von Lindhardt durch Litana dazu gereicht. Ob es auch beim anderen Thema dieses Tages, dem TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz, ein Unentschieden gab, wollen wir hier einfach einmal unbeachtet lassen.

Champion geht in Führung

Michael Nimczyk hat einen Lauf in diesen Wochen, der fast schon unheimlich ist. Am Freitag gewann er für Hamburger Interessen mit Banks in Paris-Vincennes und gewann am Sonntag in Hamburg zunächst einmal mit Amici P. Der Wallach korrigierte den Berliner Ausrutscher und kam aus der Radfahrerlage zum Sieg über den führenden Big Boss As.

Der Konter der „Einheimischen“ ließ nicht lange auf sich warten. Christina Lindhardt ritt Rapido zu einem sehenswerten Erfolg in 1:15,3 gegen einen gefährlich wirkenden Angreifer namens Viol Siem, auf dem Camilla Andersen alles versuchte, um den Favoriten zu kippen, doch die Mühe wurde nicht belohnt.

Christina Lindhardt und Rapido (8) siegen nach Kampf gegen Viol Siem und Camilla Andersen - Foto: © by Uwe Stelling

Jackpot wächst

Direkt danach ging Theodor As endlich einmal glatt und legte mit Christian Lindhardt die Maidenschaft ab. Der Tiger Woods As-Halbbruder bekam den lange führenden Fire Beuckenswijk noch sehr sicher in den Griff. Doch der   253:10-Außenseiter auf Rang zwei sorgte vor Nu Cascada HS und Rocky Diamant maßgeblich dafür, dass die Viererwette nicht getroffen wurde und der Jackpot weiter anwuchs.

Für den Trainer Christian Lindhardt punktete dann ein „guter alter Bekannter“ im Amateurfahren. Bjarke Haagensen startete mit Litana mutig eine lange Attacke auf den führenden Mister Big Yankee und rang diesen erstaunlich leicht nieder.

Champion kontert

Diesen zwischenzeitlichen Rückstand drehte Michel Nimczyk anschließend in eine 3:2-Führung. Das Rennen der besten Tagesklasse gewann er mit dem früh nach vorn gezogenen Cash Hanover wie er wollte. Der dänische Gast Stelton versuchte sich in einer extrem schnellen Schlussphase zwar an Cash, doch er holte sich eine blutige Nase. Ein gelungener Vorbereitungsstart für die Breeders Crown, die zunächst das Ziel des Spitzeninländers darstellt.

Mit dem ebenfalls 5-jährigen Prince of Persia putzte der Goldhelm ein weiteres Mal den dänischen Gast Jeppe Juel vom Geläuf. Fendi Draviet musste die Überlegenheit des persischen Prinzen anerkennen.

Siegerehrung für Cash Hanover und Michael Nimczyk: Es gratulieren u.a. HTZ-Geschäftsführer Klaus Koch (links) und Züchterin Michéle Durand (2. v. r.) - Foto: © by Uwe Stelling

Ausgleich und Abpfiff

Dann aber legte ein drückend überlegener Mallory die Maidenschaft ab, so dass das Duell Nimczyk versus Lindhardt an diesem Tag unentschieden 3:3 endete, bevor Victor Gentz mit dem 10:10-Ultrafavoriten Soccer spazieren fuhr und den 12. Saisonerfolg klarmachte. Angepfiffen wurde der Renntag im Übrigen von „Rekordnationalspieler“ Heinz Wewering, der mit Opalis die Auftaktprüfung gewinnen konnte.