Vorschau - Sonntag, 3. September 2017

Stars und Sternchen

Neun Rennen stehen am Sonntag in Bahrenfeld ab 13.30 Uhr auf der Karte, und wer der Star des Tages ist, wird bei Durchsicht des Programms schnell klar: Cash Hanover, Deutschlands neuer Publikumsliebling und Kandidat für internationale Aufgaben, gibt sich in der Hand von Michael Nimczyk die Ehre.

Der fünfjährige Hengst hat vor fast genau einem Jahr im Großen Preis von Deutschland mit dem sensationellen zweiten Platz die bislang beste Karriereleistung vollbracht, der achte Saisonerfolg scheint in der sechsten Tagesprüfung nur eine Formsache zu sein. Auch der starke Däne Stelton (Jeppe Juel), der sich aus längerer Pause zurückmeldet, oder die einheimische Hoffnung Hobard (Christian Lindhardt) werden das unter normalen Umständen anerkennen müssen.

Cash Hanover ist der Stargast der Veranstaltung am Sonntagnachmiitag - Foto: © by Uwe Stelling

Lösbare V5-Wette

Mit Cash Hanover werden viele Wetter zum Abschluss der diesmal mit einer Garantie von 3.000 Euro ausgestatteten V5-Wette ihr Bankpferd gefunden haben. Los geht es im 2. Rennen, wo die von Doppelsieger Margaux (Michael Larsen) und Derbyteilnehmer Big Boss As (Kornelius Kluth) angeführte Favoritengruppe deutlich breiter ist. Streng genommen müsste man mit den beiden als Siegkandidaten aber auskommen, auch im anschließenden Trabreiten scheint man mit dem skandinavischen Ex-Seriensieger Rapido (Christina Lindhardt) und alternativ dem von Championesse Ronja Walter aufgebotenen Expensive Dust ausreichend gerüstet. Wenngleich mit nur acht Pferden überschaubar besetzt, bietet das den Amateuren vorbehaltene vierte V5-Rennen mit Mister Big Yankee (Hans-Jürgen von Holdt), Barbarella (Sönke Gedaschko), Little Danny (Christian Schulz) und Litana (Bjarke Haagensen) deutlich mehr Möglichkeiten zum Kombinieren.

Der Deutsche Amateurmeister des Jahres 2016 steuert im Preis von Groningen Mister Big Yankee - Foto: © by Uwe Stelling

Viererwette mit Jackpot

Die höchste Hürde auf dem Weg zum V5-Treffer ist im 4. Rennen (V5-3) mit zwölf Pferden der Anfängerklasse zu nehmen. Durch einen Jackpot von mehr als 2.100 Euro und eine Garantieauszahlung von 5.000 Euro wird ein Engagement am Toto zusätzlich interessant. Geht es nach vermuteter Klasse, kann der Sieger nur aus dem Gestüt Lasbek kommen. Sowohl Lorenco (Heinz Wewering) wie Theodor As (Christian Lindhardt) haben schon großes Laufvermögen offenbart, sind bei zusammen neun Auftritten aber auch acht Mal disqualifiziert worden. Erneute Unsicherheiten würden die Aussichten von trabsicheren Pferden wie Nu Cascada HS (Hannes Schulz), Kobra Haleryd (Victor Gentz) oder Diabolic Tortuga (Edelbert Ohmer) sprunghaft ansteigen lassen.

Kommende Stars

Den Status eines Cash Hanovers haben sie noch nicht, trotzdem genießen Prince of Persia und Soccer enorme Wertschätzung. Nicht nur in ihren Quartieren, sondern auch beim Publikum. Der Fuchs von Michael Nimczyk wird immer besser, im 7. Rennen dürfte er mit seinem starken Antritt auf der Kurzstrecke von 1.680 Metern in seinem Element sein und beim zehnten Saisonstart den achten Treffer erzielen können. Zum Abschluss des Nachmittags tritt Soccer (Victor Gentz) an, der immer wieder durch seine enorme Einsatzbereitschaft beeindruckt. Der achtjährige Späteinsteiger kam bei keinem seiner 15 Einsätze in diesem Jahr ohne Geldpreis nach Hause und könnte das Sieg-Dutzend voll machen. Insgesamt wäre es dann der 26. Erfolg beim 36. Lebensstart, eine eindrucksvolle Bilanz.