Vorschau - Freitag, 11. August 2017

PMU-Matinee zum August-Auftakt

Nach mehr als dreiwöchiger Pause wird am Freitag in Bahrenfeld wieder getrabt, bevor neun Tage später zu einem Sonntag-Termin zurückgekehrt wird.

Die PMU-Matinee beginnt um 10.30 Uhr und umfasst fünf interessant besetzte Prüfungen, die sämtlich Bestandteil der beliebten V5-Wette sind. Zudem wird das übliche, aus Sieg, Platz, Zweier- und Dreierwette bestehende Angebot im 4. Rennen um die Viererwette erweitert.

Auftakt mit Bank

Wer sein Budget nicht überstrapazieren, gleichzeitig aber durch die Hinzunahme von Außenseitern auch die Chance auf größere Gewinne haben möchte, kommt in der V5 nicht um das eine oder andere Bankpferd herum. Allzu aufwändig gestaltet sich die Suche diesmal nicht, denn die Anwesenheit von Unstoppable (Robbin Bot) in der Auftaktprüfung macht aus der V5 eine gefühlte V4. Auch wenn der bei bislang zehn Starts acht Mal erfolgreiche Wallach seine beiden Niederlagen ausgerechnet in Hamburg erlitt, so kann sich doch in Ermangelung gleichwertiger Gegner kaum jemand vorstellen, dass eín anderes Pferd zur ersten Siegerehrung in den Winner-Circle einfährt.

Mister Big Yankee und Kornelius Kluth starten mit der »1« im Preis von Norderney - Foto: © by Uwe Stelling

Es geht auch schwieriger

Im 2. Rennen sind die Tüftler schon eher gefragt, dort drängt sich trotz gewisser Formansätze kein Kandidat so richtig für den Sieg auf. Ungeachtet ihrer Lebensbilanz mit keinem einzigen Sieg und lediglich zwei zweiten Plätzen, und das bei insgesamt 57 Starts, könnte es tatsächlich einmal für Karbieca (Heiko Schwarma) reichen. Die jüngsten Platzierungen waren gar nicht schlecht. Als erste Alternative bietet sich Phil Taylor (Frederik Freitag) an, dem ebenfalls vor wenigen Tagen ein dritter Rang in Berlin gelang, was einen deutlichen Formanstieg bedeutete. Doch auch nahezu alle anderen Teilnehmer dieser nicht leicht auszurechnenden Prüfung machen gewisse Aussichten geltend.

Ähnlich ist die Situation im 3. Rennen, in dem zehn gewinnarme Teilnehmer die Kräfte messen. Entweder haben Pferde wie Hakon von Haithabu (Michael Nimczyk) als November-Sieger in Gelsenkirchen oder Neuzugang Daddy of Paradise (Michael Schmid) als mehrfach in der Schweiz Platzierter schon gute Leistungen geboten, aber eine lange Pause hinter sich, oder wie Theodor As (Christian Lindhardt) bereits viel Schnelligkeit, aber auch erhebliche Unsicherheiten offenbart. So könnten sich die Wetter für einen goldenen Mittelweg in Form der dänischen Stute Butterscotch (Michael Larsen), die aktuell Zweite in Billund war, oder des Wallachs Margaux (Kornelius Kluth), der nach dem guten dritten Platz in Hamburg in Berlin immerhin eine Rekordverbesserung erreichte, entscheiden.

Viererwette mit Goldhelm-Bank?

Im 4. Rennen, das mit Dreier- und Viererwette gelaufen wird, stellt sich ein überaus interessantes Pferd vor: Locarno aus dem Besitz von Ulrich Mommert war bislang in Dänemark trainiert worden und dort acht Mal erfolgreich, kommt nun aber unter der neuen Obhut von Michael Larsen mit Michael Nimczyk an den Start. Im Wissen um die Tatsache, dass Larsen seine Pflegebefohlenen nur topfit an den Ablauf bringt, werden viele Wetter ihr Stellpferd gefunden haben, auch wenn der Trainer selbst mit Little Danny einen anderen chancenreichen Kandidaten steuert und mit Mister Big Yankee (Kornelius Kluth), Lady Deluxe (Robbin Bot) und weiteren formstarken Pferden im Elferfeld Alternativen vorhanden sind.

Jarno Cortina und Robbin Bot gehen mit besten Chancen in die Abschlussprüfung des Tages - Foto: © by Uwe Stelling

Drei – Zwei – Eins?

Zum Abschluss treten nochmals Pferde ohne oder mit nur wenig Gewinnsumme an, trotzdem gehört das 5. Rennen zu den interessantesten der Karte. Nach einem dritten und einem zweiten Platz könnte Malory (Christian Lindhardt) jetzt für einen Volltreffer weit genug sein, nachdem er sich schon zuletzt weit vor dem Rest ein sehenswertes Duell mit dem Sieger geliefert hatte. Eine ordentliche Quote wird es auf den Brioni-Sohn dennoch geben, denn zwei Mitbewerber treten als frische Sieger an und sind nicht schwächer einzuschätzen. Jarno Cortina (Robbin Bot) war beim Debüt in Hamburg mit der Führung in der Zielgeraden angesprungen und holte den Treffer anschließend Start-Ziel überlegen nach, Jolie Coer (Michael Nimczyk) kam mit derselben Taktik gleich beim Debüt in Mönchengladbach zum Zuge.