Nachschau - Donnerstag, 20. Juli 2017

Doch die Dänen

Camilla Andersen, Jeppe Juel und Morten Friis für Dänemark – Zweimal Michael Nimczyk – Pascal SAS imponiert  

Ganz im Zeichen Dänemarks stand der einzige Renntag im Juli auf der Hamburger Trabrennbahn. Natürlich waren auch wieder viele Gäste aus dem Nachbarland angereist. Topmann Jeppe Juel war quasi Stargast und fuhr denn auch nicht mit leeren Händen nach Hause, nachdem der Renntag kurz nach einem veritablen Wolkenbruch etwas verspätet zu Ende gegangen war.

Logische Sieger

Es war ihr erster Sieg in Hamburg, doch irgendwie war der Erfolg der Dänin Camilla Andersen im abschließenden Trabreiten, betitelt als Preis von Dänemark, absolut folgerichtig. Spezialist No Name de Hess stand beim dritten Hamburg-Auftritt günstig in der Partie und hatte schnell die Zulage ausgeglichen. Auf der letzten Halben machte Camilla Andersen mit ihrem 12-Jährigen dann Ernst und ging an Louisiane vorbei, um sich auf und davon zu machen.

Große Freude bei Camilla Andersen, die mit No Name De Hess ihr erstes Rennen überhaupt in Hamburg gewinnen konnte - Foto: © by Uwe Stelling

Dänische Sieger

Zuvor aber hatte es bereits einen fast „lupenreinen“ dänischen Sieger gegeben. Die im Mitbesitz von HTZ-Vize Niels Thomsen stehende Amber Attack galt als „Geheimtipp“ des Jahres und gewann mit Morten Friis als   Favoritin aus der Radfahrerlage gegen Malory.

Doch auch der dänische Gestütstrainer Lasbeks konnte einen Erfolg verbuchen. Zwar saß Christian Lindhardt hinter Marimba und damit der falschen Stute, aber die von Landsmann Jeppe Juel forsch vorgetragene Medici Isabella sprang ein und legte die Maidenschaft ab. 

Deutsche Sieger

Bis zu diesem Treffer hatten sich die Einheimischen aber verteidigen können, wenn man denn Robbin Bot dazu zählen möchte. Er entschädigte sich mit Jarno Cortina für das kürzliche Pech, als ihm der Hengst zu Beginn des Einlaufes weggesprungen war und gewann.

Danach gewann endlich auch Escada, mit der Heiner Christiansen an der Spitze alle Angriffe abwehren konnte.

Hans-Jürgen von Holdt verhinderte einen weiteren dänischen Sieg, denn die von Dennis Kristiansen gelenkte Lambalamba zwang er aus der Radfahrerlage nach kluger Einteilung in die Knie mit Mister Big Yankee.

Der erste von zwei Tageserfolgen gelingt dem Goldhelm mit Melchior Mo - Foto: © by Uwe Stelling

Goldhelm-Sieger

Michael Nimczyk punktete zweimal: Zunächst mit dem bärenstarken Melchior Mo, der Unstoppable und Geisha Fashion stoppte, die im toten Rennen auf Rang zwei landeten.

Dann gewann der Champion noch mit Yen, die nach früher Führung sehr souverän agierte und Litana und Guillaume Boko keinen Stich überließ.

Imponierende Sieger

Im Heat hatte Victor Gentz Pascal SAS so richtig flattern lassen, und auch im Rennen standen die Zeichen auf volle Offensive. In der besten Tagesklasse rannten die beiden die Konkurrenten für lohnende 70:10 aus den Hufen.

Bleibt noch Favourite Wish zu nennen, mit dem Jaap van Rijn im zweiten Bogen nach vorn kam, was gegen Prince of Persia die Vorentscheidung bedeutete.