Vorschau - Freitag, 12. Mai 2017 / PMU

PMU-Matinee mit internationaler Karte

Mit fünf PMU-Rennen wird am Freitag um 11.00 Uhr das Mai-Meeting auf der Bahrenfelder Trabrennbahn eröffnet. Insgesamt 52 Pferde mit züchterischer Herkunft aus sieben verschiedenen Ländern kämpfen um die bei PMU-Mittagsveranstaltungen in jeder Prüfung üblicherweise ausgelobten 3.500 Euro. Im Wettangebot befinden sich neben den Standardwettarten sowohl die Viererwette wie auch eine V5.

Tabellenführung I?

Vier Pferde teilen sich derzeit den ersten Platz in der Wertung zum begehrten Image-Titel „Hamburger Pferd des Jahres“. Zwei von ihnen kommen diesmal an den Ablauf und haben somit die Möglichkeit, die alleinige Führung zu übernehmen. Zunächst versucht das im 2. Rennen John Bull (Jörg Schefe), dessen Aufgabe – zumal vom Startplatz ganz außen – gegen Formpferde wie Louisiane (Birger Jörgensen), die in ihrer neuen Gewinnklasse nach jüngsten Eindrücken „angekommen“ ist, und den zuletzt in Berlin bis wenige Meter vor dem Ziel scheinbar souverän führenden Montgomery Mo (Michael Nimczyk) allerdings keine leichte ist. Eine halbe Stunde später ist Mister Big Yankee (Heinz Wewering) an der Reihe, dessen Siegesserie nur im Schwarzer Steward-Rennen unterbrochen wurde. Im Siegfall könnte der Wallach seine Quote auf 50 % verbessern, denn dann hätte er von bislang 14 Lebensstarts sieben erfolgreich gestaltet, doch auch auf ihn warten hochkarätige Konkurrenten. Litana (Birger Jörgensen) unterlag im Schwarzer Steward-Vorlauf nur einer ganz starken Stallgefährtin, Noble Dolly (Cees Kamminga) gewann letzte Woche in Gelsenkirchen im gewöhnlichsten Spaziergang und Sayuri Mo (Michael Nimczyk) meldete sich mit einem Sieg und einem Ehrenplatz in feiner Manier aus der Winterpause zurück.

Mister Big Yankee (Heinz Wewering) trifft auf starke Konkurrenz - Foto: © by Uwe Stelling

Tabellenführung II?

Derzeit herrscht auch bei den Fahrern „totes Rennen“ an der Spitze der Bahrenfelder Bahnwertung. Michael Nimczyk, in den vergangenen Jahren meist frühzeitig allein auf weiter Flur und Hamburger Champion im Abonnement gewesen, hat in der laufenden Saison in Christian Lindhardt einen ernstzunehmenden Gegner bekommen: beide werden derzeit mit elf Siegen geführt. Diesmal hat Nimczyk jedoch den Vorteil, dass sein Herausforderer gar nicht am Start ist, so dass der Goldhelmträger ihn zunächst abschütteln könnte. Fünf gute Chancen bieten sich dafür, schon zum Auftakt wäre eine Einkehr in den Winner-Circle keine Überraschung. Die hoffnungsvolle Dreijährige Charlotte Newport hat zwar den Nachteil der zweiten Startreihe, jedoch den Vorteil, beim Debüt vor vier Wochen gegen Pferde der Jahrgangsspitze als Vierte einen mehr als passablen Eindruck hinterlassen zu haben und diesmal auf weniger exquisite Konkurrenz zu treffen.

Vierwette mit Vierfachsieger

Zwölf Pferde treten im Rennen mit Viererwette (4. Rennen) an, eins davon mit weißer Weste. Die dänische Gaststute Believe La Marc (Birger Jörgensen) hat sämtliche vier bislang bestrittenen Rennen siegreich gestalten können, das jüngste davon in – für die niedrige Gewinnklasse – spektakulärer 1.15er-Zeit. Auf dem Papier scheint die Siegerin damit festzustehen, wenn nicht der schlechte Startplatz zwölf und einige richtig gute Gegner das Vorhaben „Fünferpack“ durchaus verhindern könnten. Big Boss As (Kornelius Kluth), Maxi Cup (Heinz Wewering), Massimo K (Jörg Schefe), Call Him George (Willem G. Hamming), So Keck (Michael Schmid) und Douce Soiree (Cees Kamminga) haben eins gemeinsam: sie waren ebenfalls in den letzten Wochen auf der Siegerparade zu sehen.

Triomphe Ferm (Robbin Bot) kann sich heute rehabilitieren - Foto: © by Uwe Stelling

Das Beste zum Schluss

Die Pferde mit den höchsten Gewinnsummen kommen im letzten der fünf Rennen an den Ablauf. Nach dem vorzüglichen Jahresdebüt in Wolvega galt Triomphe Ferm (Robbin Bot) anschließend in Hamburg als unschlagbar – und musste sich als 15:10-Favorit mit dem dritten Rang begnügen. Sein möglicher Hauptgegner beim Vorhaben Wiedergutmachung ist gleichzeitig das größte Fragezeichen des Renntags: Der Franzose Ambrogoal des Baux (Tim Schwarma) hat erst sieben Rennen bestritten, davon fünf gewonnen und mehr als 160.000 Euro verdient. Sein Formenspiegel weist noch zwei Januar-Siege aus Paris-Vincennes und unter der Regie von Star-Trainer Sebastien Guarato auf, doch handelt es sich dabei um den Januar 2014. Was der Hengst nach dreijähriger Pause, die er kaum freiwillig eingelegt hat, und dem Wechsel in das Quartier von Henk Grift aktuell „drauf“ hat, lässt sich auch nach seiner guten Wiederqualifikation in Wolvega nicht schlüssig beantworten.