Super d’Aunou super im „Schwarzer Steward“
Spitzensport am Ostermontag – Gelungene Neueröffnung
„Ich dachte, dass sie die Beste ist“, sagte Michael Schmid nach dem Sieg mit Super d’Aunou im Schwarzer Steward-Rennen, diese Einschätzung teilten viele Wetter, denn für 17:10 gewann die favorisierte Stute letztlich ganz überlegen nach optimalem Verlauf: „Ich bekam die gute Lage hinter Zabel Frisia und kam dann rechtzeitig auf freie Bahn, setzte den Piloten unter Druck und hatte zu Beginn des Einlaufes gewonnenes Spiel.“
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Michael Schmid macht mit Super d'Aunou seinen Sieg im Schwarzer Steward-Rennen perfekt
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Hinter einer 15,7 trabenden und überlegenen Siegerin tobte der Kampf um die Platzgelder. Darwin verteidigte sich gegen Come On Bo. Ein spannender Einlauf auf den Plätzen, es war generell hochklassiger Trabrennsport, der an diesem offiziellen Eröffnungsrenntag geboten wurde, den die Offiziellen durch das Durchschneiden des roten Bandes eröffnet hatten, allen voran Staatsrat Dr. Manfred Jäger.
Leider spielte das Wetter zunächst nicht wie erhofft mit, denn bei grauem Himmel löste sich der eine oder andere Regentropfen, so dass im Freien erst nicht so die Atmosphäre aufkam, die man am Karfreitag erlebt hatte, das aber änderte sich im Verlauf des Nachmittages und wiederum war die Stimmung bestens. Auf der prall gefüllten Tribüne aber war dieselbe ohnehin prima.
Den 1. Vorlauf zum Hauptrennen, dem Schwarzer Steward-Rennen, hatte sich Daniel Wagner geholt, der sich mit Indigo Blue am Favoriten Veneziano außen orientiert hatte und diesen im Einlauf ebenso einsammelte wie die Pilotin Yilla Boshoeve. Quint Hawaii holte sich auf der open stretch den zweiten Platz, als Dritter bekam auch Veneziano noch das Finaltickt.
Im 2. Vorlauf gab es ein packendes Duell zwischen Gold- und Silberhelm, das Roland Hülskath mit Come on Bo nach einer langen Attacke über 700 Meter für sich entschied gegen Darwin. Dritter wurde nach einem vermeintlich verheerenden Startfehler Titan Lad, der sich mit dem letzten Schritt das Finalticket löste. Roland Hülskath ließ Zweifel am Siegeswillen nicht aufkommen: „Das ist mir egal, ob wir für das Finale so oder so qualifiziert wären, wir wollen immer gewinnen, und das wollen auch die Zuschauer sehen, wobei mir egal ist, wen ich besiege.“
Nahezu Start-Ziel sicherte sich Dennis Spangenberg die 3. Vorentscheidung mit Zabel Frisia, der sich in keiner Phase beeindrucken lassen. Insofern war Spangenberg im Hinblick auf das Finale optimistisch: „Wir haben leicht gewonnen und sollten noch Reserven für den Endlauf haben.“ Fairground hielt sich außen herum gut und kam ebenso in den Endlauf wie Wishborn Axkit.
Im 4. Vorlauf erlebte man einen souveränen Sieger. Michael Schmid fuhr Super d’Aunou in der schnellsten Vorlaufzeit von 1:15,4 überlegen nach Hause und war selbst angenehm überrascht: „Startplatz 1 war nicht optimal, wir wollten eigentlich nur sicher ins Finale, deshalb habe ich es ruhig angehen lassen, um nichts zu riskieren, aber das Pferd war ganz stark.“ So rechnete sich Schmid auch für das Finale nun einiges aus. Für diesen Endlauf holten sich auch die nächstplatzierten Zuccero und Winner Houberg ihre Eintrittskarte ab.
Einen bärenstarken Sieger sah man im mit 10.000 EUR dotierten Trial I zum Bild-Pokal. Gerd Biendl fuhr Top of the Rocks außen herum in glänzenden 1:13,8 zum Sieg und ließ sich auch durch die Todesspur nicht aufhalten. Der führende Yorki Boko unterlag in allen Ehren, war aber doch chancenlos gegen ein ganz starkes Pferd, was Gerd Biendl gewusst hatte: „Ich kenne mein Pferd, der ist so gut, ich war aber etwas skeptisch, weil ich zuvor zweimal enttäuscht war von meinen Pferden.“
Im Viererwettrennen ging Hamilton Sebarg nach einem Rennen in 3. Spur unter, so dass der Favorit eigentlich gar nicht einlief, doch der Sieger Bernie wurde nach Überprüfung durch die Rennleitung aus der Wertung genommen, weil er unsauber trabte.
Glück für den knapp unterlegen Klaus Brammann, der sich nun mit Ruby Island als Sieger wiederfand und das goldene Osterei in Empfang nehmen konnte: „Das Rennen kam auf mich zu.“ Doch Brammann hatte Mitleid mit dem disqualifizierten Mario Krismann: „Das ist schon ärgerlich, so ein Rennen zu verlieren, aber hier steht nun mal Trabrennbahn drüber, und wer nicht trabt, der muss raus, so bitter das ist.“
Neben dem hochkarätigen Sport begeisterte „Doma Classica“ die Zuschauer mit einer Darbietung unterschiedlicher Pferderassen. Auch das Rahmenprogramm konnte sich an diesem Tag der Neueröffnung allemal sehen lassen.
Und auch das finanzielle Ergebnis konnte sich sehen lassen, denn ein guter Wettumsatz konnte auch am 2. Tag des Ostermeetings bilanziert werden, das Ergebnis vom Karfreitag konnte noch einmal deutlich gesteigert werden. 172.378 EUR flossen durch die Totokassen, eine neue Rekordmarke für die neue Bahn.
Carsten Borck