Traloppo-G4-Wette wieder nicht getroffen – Jackpot jetzt 27.449 Euro
Bahnchampion Heinz Wewering gewinnt in Hamburg dreimalHamburg ist im Jackpot-Fieber. Zum zweiten Mal in Folge wurde auf der Trabrennbahn in Bahrenfeld die Viererwette (G4) des Traloppo-Rennens nicht getroffen, womit der Jackpot auf stolze 27.449 Euro anwuchs. Fast 28.000 Euro flossen allein in dieser Prüfung durch die Totokassen und sorgten für einen Rekordumsatz von 105.383 Euro (im Schnitt pro Rennen 9.580 Euro) an einem „normalen“ Donnerstag. Nur das Ergebnis an Christi Himmelfahrt Mitte Mai lag mit über 150.000 Euro noch darüber. Henner Christoph, Wettexperte und Projektleiter bei Win Race, der in einer Verlosung fünf „Lucky Loser“ zog, die ihren G4-Einsatz erstattet bekamen, kündigte für den nächsten Donnerstag eine weitere Aktion an, bei der sich auch die Internetkunden von Win Race beteiligen können.
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Heinz Wewering gewann am Donnerstag drei Rennen
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Wer sich das Ergebnis des Traloppo-Rennens ansieht, mag zunächst kaum glauben, dass es niemandem gelang, die ersten vier Pferde in richtiger Reihenfolge auf den Wettschein zu bringen. Schließlich gewann der amtierende Bahnchampion Heinz Wewering mit der startschnellen Esbanjola C (Siegquote 56:10), die unterwegs auf der 2.200-Meter-Strecke keinen Gegner in ihre Nähe kommen ließ und im Ziel sicher mit 1:17,8 Minuten anderthalb Längen voraus war. Der dahinter über die „Open Stretch“ auf den zweiten Rang vorrückende Sir Athos (Hans Joachim Tipke) wurde allerdings von der Rennleitung disqualifiziert. Tipke hatte seine dritte Position an der Innenkante im Einlauf zu früh aufgegeben und musste „wegen Verlassens des abgegrenzten Geläufs ausgangs des Schlussbogens und dadurch Verschaffen eines Vorteils mit Auswirkung auf den Rennverlauf“ aus der Wertung genommen werden. „Dadurch wurde die Wette nicht getroffen“, analysierte Christoph.
Zwar bekam nun der zweite Favorit Zatopek Boshoeve mit Roland Hülskath (39:10) das zweite Geld zuerkannt, an der drittplatzierten Visslaryds Daisy (701:10) schieden sich jedoch die Geister. Timo Bolln, der als Catchdriver von Black Sole eine Woche zuvor für einen Sensationssieg (1213:10) und damit für den ersten G4-Jackpot gesorgt hatte, ersparte der achtjährigen Stute an der Innenkante jede Anstrengung und schaffte mit der längsten Außenseiterin erneut eine Überraschung. Da es zudem dem Favoriten Zion Energy (Thomas Panschow/24:10) nicht gelang, den außen herum ein starkes Rennen liefernden Sugar Brown (Henning Rathjen/292:10) für den vierten Platz noch abzufangen, war der erneute Jackpot perfekt.
Für Thomas Panschow verlief der Abend dennoch erfolgreich. Hinter San Sicario vertrat er den verhinderten deutschen Champion Michael Nimczyk und führte den vierjährigen Wallach zum ersten Lebenserfolg. Zuvor hatte Panschow das Tagesdouble für Besitzer Jürgen Hanke eingeleitet, als er mit News of Hanke in 1:17:7/2.220 leicht aus den Bändern triumphierte. Unmittelbar danach im Amateurfahren hatte Afsoon Amirfallah noch weniger Mühe mit New Hanke Hall (1:17,2/2.000). Als „Runner up“ mit Aldato bewies Joachim Kaiser (Seevetal), dass mit ihm nach seiner Rekonvaleszenz wieder zu rechnen ist. Kaiser verwies Formfahrer Christian Schulz (Hasloh) mit Anatevka knapp auf den dritten Rang. Schulz schlug aber umgehend zurück, sicherte sich mit Bonito Canpro überlegen die zweite Amateurprüfung und kletterte in der Hamburger Siegstatistik mit sieben Erfolgen an Profi Jög Schefe vorbei auf Platz neun.
Als Mitglied des Stalls Waltrauds musste Christian Schulz aber auch eine bittere Niederlage einstecken. Schweden-Heimkehrer Alien’s Kiss (Tilo Mannes) übernahm im Sprintrennen über 1.680 Meter nach dem Start zwar die Führung, hatte aber im weiteren Verlauf gegen die gehfreudige Kataja (Roland Hülskath) keine Möglichkeiten. Während sich die Stutenderby-Siegerin von 2009 schon auf der letzten Überseite löste und am Ende unangefasst mit sechseinhalb Längen Vorsprung in 1:13,9 gewann, musste Co-Favorit Alien’s Kiss (1:15,1) noch drei weitere Konkurrenten passieren lassen. Möglicherweise steckten dem Wallach die zwei harten Rennen von der Amateurmeisterschaft in Berlin in den Knochen, wo er an zwei aufeinander folgenden Tagen zweimal 40 Meter Zulagen in Kauf zu nehmen hatte.
Das Stutenrennen der Babesia-Serie ging an die vortreffliche Danae (Michael Larsen), die ihre Gegner in 1:16,4/2.200 zu Statisten degradierte. Velten Versace (Hans Joachim Tipke) folgte schon viereinhalb Längen zurück. Ähnlich souverän fiel der Sieg des Lasbekers Desideri (Harry Losse) aus, der Start-Ziel zum vierten Erfolg seiner noch jungen Laufbahn kam. Weit über 16.000 Mal überquerte Heinz Wewering schon die Ziellinien der internationalen Pisten als Erster. Insofern waren seine drei Erfolge am Donnerstag fast nicht der Rede wert. Neben seinem Sieg im Traloppo-Rennen mit Esbanjola C punktete er mit River Race und Welcome Boshoeve. Mit dem französischen Pulverfass Starello landete er zwar nach zwei Siegen nach Galoppaden wieder einmal am Turm, verkürzte aber im Bahnchampionat den Abstand zu Roland Hülskath auf drei Punkte (38:41) und läutete damit auch in der Fahrerwertung einen heißen Hamburger Herbst ein. Die Wetter sind durch den angewachsen Jackpot auf über 27.000 Euro ohnehin schon „heiß gelaufen“.
Manfred Bode