NEWS von Dienstag, 20.07.2010
Vorschau, Donnerstag, 15.07.2010
Vorgeschmack auf die Derby-Vorläufe in Berlin-Mariendorf
Prestigeduelle Wewering-Hülskath würzen Hamburger Renntag
Zum ersten Mal in der Geschichte des deutschen Traber-Derbys werden die Vor- und Endläufe in Berlin-Mariendorf an zwei aufeinander folgenden Wochenenden ausgetragen. So kommt es am Sonnabend beim Arthur Knauer-Rennen für die dreijährigen Stuten zu vier Vorentscheidungen, am Sonntag folgen vier Ausscheidungen für das 115. Deutsche Traber-Derby.
Allein sechsmal werden dabei Routinier Heinz Wewering und der im Berufsfahrerchampionat 2010 führende Roland Hülskath aufeinandertreffen, wobei vor allem Hülskaths Fahrten für den Stall von Marion Jauß Aufmerksamkeit erregen werden, war doch bis vor knapp zwei Wochen noch Wewering für die Jauß-Schützlinge zuständig.
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Kataja (Michael Larsen) bekommt es im 6. Rennen mit Ini Lou (Roland Hülskath) und dem zwanzig Meter besser gestellten Rower You (Dennis von Holdt) zu tun |
Einen Vorgeschmack auf diese Berliner Duelle gibt es schon am Donnerstag in Hamburg (Erster Start: 18.41 Uhr) zu sehen, denn in sieben von elf Prüfungen stehen sich die beiden Topfahrer gegenüber. Dass es aber zu keinem langweiligen „Zwei-Personen-Stück“ kommt, dafür garantieren der amtierende Goldhelm Michael Nimczyk und Harry Losse für das Stormarner Gestüt Lasbek.
Zu einem stallinternen Vergleich zweier Stutenderby-Siegerinnen kommt es im 6. Rennen aus den Bändern (2200 Meter). Dabei müssen Ini Lou (Roland Hülskath) und die aktuelle Championesse Kataja (Michael Larsen) allerdings Seriensieger Rower You (Dennis von Holdt) 20 Meter Vorgabe lassen, was schon zu viel sein könnte.
Die klarste Favoritin des Tages ist im mit 1000 Euro Siegprämie am besten ausgestatteten Rennen der Ada-Serie am Start. Seriensiegerin Queens (Heinz Wewering), die sich auch beim letzten Ada-Rennen am 1. Juli in Gelsenkirchen leicht durchsetzte und am Hamburger Volkspark bis dato nur gute Leistungen ablieferte, trifft es diesmal über 2200 Meter sogar noch leichter an.
Im Traloppo-Rennen sitzt der Hamburger Amateurchampion Hans-Jürgen von Holdt hinter dem besten Pferd. Nach der verpatzten Schweden-Visite, bei der Bernd Reinholds Querima in Malmö durch eine Startgaloppade ausgefallen war, sollte die Stute in Bahrenfeld über 2200 Meter auch aus der zweiten Startreihe zum Zug kommen, zumal von Holdt auch beim letzten Versuch mit ihr punkten konnte. Chancenreichste Anwärter auf die weiteren Plätze in der Viererwette sind Varella (Kathrin Rathjen-Margraf), Darwin (Thomas Maassen), Friendly Frazer (Christoph Pellander) und Leonardo (Norbert Dahl).
An die gute Form der Vorwoche will Harry Losse (Gestüt Lasbek) bei seinen drei Engagements anknüpfen. Seine beste Waffe sollte dabei die dreijährig ungeschlagene Esperance sein. Die Abano As-Tochter zeigte einen guten Probelauf, hat aber gegen die formbeständigen Carlotto (Michael Nimczyk) und Anafrid Mo (Heinz Wewering) das Handicap einer halbjährigen Wettkampfpause zu verkraften.
Gute Möglichkeiten sollte auch Eliki haben, die zuletzt an ihrem Pensum in der Todesspur scheiterte und die im Speed über die Open-Stretch eingesetzte Tres Jolie (Michael Nimczyk) vor sich anerkennen musste. Allerdings muss die Stute erneut schwere Brocken aus dem Weg räumen: Love Tunnel Two (Tilo Mannes) überzeugte in Hamburg-Horn auch über Gras, und Esbanjola C ist nach der Bestätigung ihres Überraschungscoups erst recht mit dem Hamburger Champion Heinz Wewering ganz vorn zu erwarten.
Im Dreierwett-Jackpot-Rennen (2230 Euro) steht ein glatt gehender Salut (Roland Hülskath) über dem Feld. Seine jüngsten Galoppaden lassen allerdings auch Prince of Moor (Michael Petersen)), Aldato (Luisa Ehrig), Charom (Timo Bolln) und Carpitano (Michael Nimczyk) auf einen vollen Erfolg hoffen. Bei diesem ausgeglichenen Feld spricht vieles für eine attraktive Quote.
Die scheint auch im vierten Rennen wahrscheinlich, in dem Vodka Martini (Jörg Schefe) seine Steigerung bestätigen will, dabei aber mit Mendo Dito (Tilo Mannes) einen anderen frischen Sieger trifft und mit Ebony (Harry Losse) und Fabius (Roland Hülskath) viel versprechende Gegner hat.
Manfred Bode
Fotos: traberfoto-sx, Uwe Stelling

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